Empirische Analyse zur Höhe einer sozialen Mindestsicherung
auf der Basis regionalstatistischer Preisdaten
Stand: Januar 2010
INHALTSVERZEICHNIS
I. Vorbemerkungen: 3
II. Grundlagen der Berechnung: 3
III. Grundannahmen: 4
IV. Bedarfsermittlung: 5
V. Erläuterungen einzelner Positionen: 8
- A. Reis, Kartoffeln, Eierteigwaren: 8
- B. Obst und Gemüse: 8
- C. Alkoholika, Tabakwaren: 8
- D. Zusatzbeitrag Krankenversicherung: 8
- E. Waschmaschine: 8
- F. Computer, Monitor, Drucker: 8
- G. Transportpauschale: 8
- H. Geschirr: 8
- I. Telefonanschluss, -gebühren, Internetanschluss, -gebühren: 8
- J. Mitgliedsbeitrag Sportverein: 9
- K. Monatskarte Nahverkehr: 9
- L. Reparaturen: 9
- M. Strom: 9
- N. Privat-Haftpflicht- sowie Hausrat-Versicherung: 9
- O. Eigenanteil Wohnungsinstandhaltung: 9
VI. Auswertung: 9
VII. Bewertung: 11
VIII. Schlussfolgerungen: 12
(-2-)
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I. Vorbemerkungen:
Mit der Einführung der aktuellen Sozialgesetzgebung durch die rot-grüne Regierungskoalition im Jahr 2005 entstand in breiten Teilen der Bevölkerung massiver Widerstand dagegen, der sich sowohl gegen grundsätzliche Annahmen in diesen Gesetzen wie auch gegen eine Vielzahl einzelner Inhalte und Bestandteile richtete. Dieser zu Beginn noch in der Öffentlichkeit ausgetragene Widerstand, auch in Form größerer Demonstrationen in mehreren Städten, ebbte im Laufe der Zeit spürbar ab. Dies dürfte in nicht unerheblichen Teilen auf die konsequent „aussitzende“ Haltung der Politik zurückzuführen sein, der der öffentliche Widerstand scheinbar machtlos ausgeliefert war und noch heute ist.
Die nachfolgende empirische Analyse befasst sich explizit mit den Inhalten und der Höhe einer sozialen Mindestsicherung in der Bundesrepublik Deutschland. Diese Grundlagen betreffen alle hier wohnhaften Personen – Arbeitslose, geringfügig Beschäftigte, prekär Beschäftigte, Migranten, Rentner oder weitere betroffene Bevölkerungsgruppen. All diese müssen auch unter den Verhältnissen in der Bundesrepublik ihr Dasein gestalten und benötigen dafür auch die entsprechenden materiellen Voraussetzungen.
Angrenzende Inhalte wie Sanktionierungen als auch deren rechtliche Grundlagen, Ein-Euro-Jobs, die Praxis der sogenannten Bedarfsgemeinschaften und weitere kritisierte Bestandteile, bleiben hierbei unbetrachtet. Die Betrachtung möglicher Einschränkungen bzgl. Art.11, Art.12, Art.13 GG sowie der Allgemeinen Menschenrechte der Vereinten Nationen bedürfen einer separaten Untersuchung. Leitgegenstand dieser Untersuchung ist ausschließlich die Frage:
„Wieviel braucht ein Mensch in der Bundesrepublik Deutschland zum gegenwärtigen Zeitpunkt zum Leben und damit zur Wahrung seiner grundgesetzlichen Rechte nach Art.1, Art.2 sowie Art.3?“ Weiterlesen